Halloechen meine Lieben...
Lang lang ist's her aber wir leben noch =)
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch nicht ein Mal etwas von New Orleans erzaehlt hatte, wo wir ueber das Valentine's Day Wochenende waren. (Fotos konntet Ihr schon sehen, aber quasi ohne "Ton" ;) & ich hoffe, dass Ihr Euch die schon angesehen habt =) )
So aaaalsooo...mal sehen, ob ich mich da ueberhaupt noch dran erinnern kann, was wir da alles gemacht haben...
Fakt ist: Wir sind mit 3 Wagen & je 7 Insassen Richtung
New Orleans aufgebrochen: 2 Franzoesinnen, 17 Australier/Englaender, & uns zwei. & ich werde nie wieder einen Australier ein Auto fahren lassen, in dem ich auch sitze!!!
Tag 1: Freitag, 12. Februar 2010:
Alsoooo...nach den ersten 3 Stunden einer Horrorfahrt mit abwechselnd 2 Australiern, habe ich mich nach vorne gedraengelt um das Steuer zu uebernehmen (Schliesslich wollte ich, dass wir noch ein bisschen was von unserem USA Aufenthalt haben & nicht direkt in dem 2. Monat ums Leben kommen aufgrund der Unfaehigkeit von anderen Austauschstudenten ein Auto sicher zu fahren). Wir haben es also bis nach NO geschafft...& unser Hotel Zimmer war super klasse. Wir hatten einen FlatScreen TV (leider mit ein paar Uebertragungsstoerungen, aber das war nicht sooo schlimm). Unsere Betten waren auch sehr bequem & das Fruehstueck war, wie zu erwarten, bescheiden. Eier mit Speck zum Fruehstueck...aha...jep...genau...ich hab das gegessen...Jule, Emily & Bernie, ich hoffe, Ihr seid nicht vor Schreck vom Stuhl gefallen =D Naja...geschmeckt hat's auch nicht sonderlich gut, aber was anderes gab's halt nicht & ich ohne Fruehstueck geht halt auch nicht ;)
So...also nun weiter zu den interessanten Geschichten aus New Orleans.
Unser Hotel war schoen zentral im French Corner, heisst also, dass wir zu den Umzuegen etc nur ein paar Minuten Fussweg hatten & auch das schoenste Viertel in NO direkt vor der Nase hatten, naemlich der/die/das French Quarter. Am Freitag Abend sind wir auf der Bourbon Street weggegangen. Unglaublich. Die Umzugswagen, die da herum gurken, wie in Koelle (dort allerdings anders als in den USA tagsueber) schmeissen keine Kamellen durch die Gegend sondern Ketten aus Plastikperlen. Kristin & ich haben fleissig gesammelt & Ketten in beinahe allen Farben des Regenbogens ergattert. Nach dem Umzug auf der Canal Street sind wir auf oben erwaehnte Bourbon Street gegangen...Crazy!!! Mehr kann man eigentlich nicht dazu sagen, aber da ich Euch doch ein etwas genaueres Bild dazu geben moechte, hier die Details:
Balkone, rund um die alten Haeuschen herum, die sich an der Bourbon Street aneinander reihen - voll mit Menschen aller Altersklassen: Jung (damit meine ich relativ jung, ab 18 Jahren) bis alt (damit meine ich beinahe stein-alt bis zu 70 schaetzungsweise [zumindest
machten die Bewegungen etc den Eindruck diesen Alters, wobei es auch sein koennte, dass es sich nur um uebermaessigen Alkoholeinfluss handelte ;) ] ). Alle diese Leute standen also mit Alkoholikern sowie Ketten bewaffnet auf den Balkonen, bereit in den Kampf zu ziehen, welcher daraus bestand, moeglichst viele Weiber dazuzubekommen sich "oben herum frei zu machen" bzw blank zu ziehen. & es haben unheimlich viele gemacht (Ihr koennt Euch sicherlich mein Gesicht vorstellen, als ich unschuldiges Kind auf dieser Strasse stand, fasziniert von einer ganz speziellen Kette, die ein aelterer Herr oben auf einem Balkon in der Hand hielt und in meine Richtung starrte, ich mich dann leicht zur Seite drehte & eine massiv uebergewichtige aeltere Dame (okay...aelter = 50 hier...kein Angriff auf Leser dieses Blogs, sondern eher gemeint als "aelter relativ gesehen zu den anderen "flashern" alias den Maedels, die sich sonst auf dieser Strasse frei machen) ihr T-shirt inklusive BH liftete, wodurch mir ihre Koerpermassen nahezu ins Gesicht entgegen sprangen, sie aber schlussendlich stolz die Kette tatsaechlich eroberte und mich somit beinahe meinen Appetit fuer die naechsten Tage kostete...Unheimlich...so viel zu dem Klischee Amerikaner & Essen & Selbstbewusstsein...es ist wahr...)
Wie dem auch sei...der Rest des Abends verlief witzig und ohne weitere Embloessungen in mein Gesicht hinein. Es waren gefuehlte Millionen und Aber-Millionen Menschen auf der Bourbon
Street, die Daiquiries waren koestlich & die Kroenung war, als mir ein Freund aus Maastricht auf dem Weg zur Toilette begegnete, der in Texas an der Uni studiert & auch einen Ausflug nach NO zum Mardi Gras gemacht hatte. =D Wie klein die Welt doch ist...unglaublich!
Das war also der erste Tag/Abend. Erwaehnte ich eigentlich, dass wir auf der Hinfahrt in ein kleineres Schneetreiben geraten sind? Ich glaub nicht...aber...das war faszinierend und erregte in Nord Florida grosses Aufsehen & war sogar eine Sondersendung auf einem lokalen Fernsehsender wert. Weiter geht es mit
Tag 2: Samstag, 13. Februar 2010:
Tagsueber sind wir mit Isabel, der einen Australierin, durch der/die/das French Quarter gewandert & am Mississippi entlang. Ein sehr schoener entspannender Tag, mit einer Pause zum Mittag Essen in einem lokalen Restaurant, was uns allerdings ein paar gesundheiltiche Unannehmlichkeiten bescherte (hat sich aber nach ein paar Tagen auskuriert). Naja...nach einem schoenen Tag in NO haben sich abends unsere Wege mit den Australiern getrennt & Kristin & ich wollten auf eigene Faust los gehen & ein nettes Abendessen (& zwar NICHT schon wieder bei McDoof, wie die Australier das die ganze Zeit wollten) zu uns nehmen. Nachdem wir allerdings genau einen Block umrundet hatten, war uns ziemlich schnell klar: Hier laufen wir garantiert nicht noch mal alleine bzw nur zu zweit als Maedels durch die Gegend. Gerade recht kam uns dann das Restaurant vom Waldorf-Astoria in NO direkt neben

unserem Hotel, in das wir dann, nach ausgiebiger Inspektion der Speisekarte (& besonders der Preise), gegangen sind. Es war nicht teuer, aber unheimlich lecker & endlich hatte man mal den Eindruck, dass die Amerikaner doch irgendwo eine Esskultur zu schaetzen wissen (auch wenn das Restaurant natuerlich von einem unbestreitbaren italienischen Einfluss gepraegt war).
Nach einem ausgiebigen & koestlichen Mahl haben wir beschlossen in unser Hotelzimmer zurueck zu gehen & dort lieber unsere nachmittaeglich-ueberanstrengten Maegen auszukurieren ;)
Am naechsten Morgen haben wir dann beschlossen spontaner Weise doch schon nach Gainseville zurueck zu fahren, weil die Mietwagen, die wir meinten "spontan buchen zu koennen" sich doch als immens teuer herausstellten. Also ab mit Sack & Pack & vor allem 17 stinkenden Australiern (die alle kein Hotelzimmer gebucht hatten) ab nach Gainesville...
In Gainesville angekommen, wurden wir von unserem Sales Management Prof quasi mit offenen Armen empfangen & haben ihm die versprochenen Ketten mitgebracht (die als Bedingung dafuer, dass wir die Montagsstunde [wie urspruenglich geplant] "ausfallen lassen" durften).
Das war also die Geschichte zu New Orleans...
Ich hoffe, es war nicht allzu einschlaefernd & ich versuche meine Reiseberichte jetzt mal ein bisschen haeufiger & dafuer vielleicht ein wenig kuerzer zu fassen, damit das nicht so anstrengend ist, fuer Euch, diese Romane hier zu lesen.
Wie gesagt: Die Fotos sind schon laenger online...aber viel Spass beim Ansehen ;)
Liebe Gruesse aus dem zwar sonnigen, aber kalten Panama City (FL, USA), wo Springbreak tobt & die Massen aus den Loechern lockt... =D