Freitag, 8. Januar 2010

Following first days in Gainesville...

So...wie versprochen...die Fortsetzung der ersten Tage...

02.Jan 2010: Abfahrt nach Gainesville

9h:
Zunächst gab es ein typisches Continentale Breakfast in unserem Altersheim alias Holiday Inn. Die Frage stellte sich nur, ob der Hotel Besitzer bzw. Creator des Frühstückes jemals schon in den Genuss eines Kontinentalen Frühstückes gekommen war:
Es gab
  • Bagel,
  • irgendwelche komischen platten "Brötchen" (es hatte eher eine Konsistenz eines Pita Brotes & auch die Form, nur ein wenig kleiner & gedrungener),
  • jede Menge ekeligen 0% Fett Joghurt,
  • 0% Fett & 97% Less sugar Kakao, der mehr nach seiner Verpackung schmeckte als nach Kakao (Ich frage mich ob das nicht wirklich auch nur die Verpackung war, schließlich hat die bestimmt gar keine Kalorien, wenn man die irgendwie flüssig kriegt),
  • Muffins,
  • Honig & Butter...
...man könnte auch sagen, um daraus ein Kontinentales Frühstück zu machen fehlten:
Ei, Marmelade, Aufschnitt, Käse, vernünftige Brötchen (wobei man die ja hier auch mal wieder nirgendwo bekommt...es scheint einfach mein Schicksal zu sein...Labber-Brot in Oz, in NL & klar...auch in Amiland...) & Müsli...
Ich muss allerdings zugeben, dass es "Cereals" gab, was ja hier quasi als Müsli angesehen wird, anders als bei uns im fernen gesunden Europa: dieses Cereals Buffet beinhaltete jegliche Variation aus der Kelloggs Manufaktur... Yummy - NOT!
Aber, da wir ja aufgeschlossene Europäerinnen sind, haben Kristin & ich alles brav probiert (& leider die Hälfte von allem lieber wieder weggetan, bevor unsere Mägen sich noch beschwert hätten) ;).

10h30:
Direkt nach diesem köstlichen nährenden Frühstück (ein Wunder, wie satt man wird, wenn man alles probiert & doch nix auf isst), haben wir uns direkt in unseren schwarzen Leichenwagen geschwungen & uns auf den Weg gen Gainesville gemacht. Zum Glück hatten wir für uns für den Tag die "FastLane" gebucht, sprich: "Always keep left, never stop & never pay!" Sehr netter Service, den sich die Amis für verlorene Touris da ausgedacht haben ;)
Autobahnen: Unheimlich breit & riesig & super viele große super Autos...ach & etwas, was eigentlich eine ziemlich schlaue Überlegung ist (wow, der unorganisierte Amerikaner hat ja doch mal nachgedacht ;D ):
Raststätten nur in der Mitte der Autobahnen...das heißt nur eine Tanke ist nötig für beide Seiten der Autobahnen & somit wird auch noch eine Umkehrmöglichkeit für verlorene Autofahrer geschaffen.

12h45: Ankunft Gainesville "The Estates"
Lovin' it! Unsere "American Student Community" ist sooooooo klasse!!! Sieht sehr amerikanisch aus:
  • Häuser aus Holz;
  • Einfach-Verglasung;
  • Teppiche in jedem Raum ausser Küche & Bad;
  • eine riiiiiiiieeeesen Couch, in der man versinkt, wenn man sich hineinfallen lässt;
  • Einbauschrank mit Glasschiebetüren (mit jeder Menge Platz-Potential & Hilfeschreien wie "Ich will gefüllt werden");
  • Große Betten (ca 1,40*1,90m - äußerst toll vor allem für mich...weil bei meinem Schlafstil konstant die Füße aus dem Bett herausschauen...aber gut...das nehme ich gerne in Kauf);
  • Überdimensional große Küchengeräte, incl. Ofen, Kühlschrank (wo alleine das Gefrierfach so
  • groß ist wie der Kühlschrank, den Jule & ich uns in unserem alten Haus in Maas geteilt haben...) mit einem Icemaker, den man an dieser Stelle nicht vergessen sollte, da er zwar das Chlor-Leitungswasser aber dennoch fleißig Eiswürfelchens produziert...);
  • Ha & der "Spacemaker" = eine Kombination aus Mikrowelle & Dunstabzugshaube (das heißt übrigens kurz & knapp "vent fan" auf englisch, für alle, die was lernen wollen & deshalb auch diesen Blog lesen...);
  • Retro-Spülmaschine, -Trockner, & -Waschmaschine, die wohl noch aus dem vorherigen Jahrhundert stammen, aber ihre Zwecke dennoch erfüllen (wir haben es heute ausprobiert & haben direkt so unheimliche riesige FlusenTeppiche aus dem Filter des Trockners gezogen, pro Trocknerlauf einen Teppich, sodass wir jetzt ein bisschen Angst haben, dass nach weiteren Waschgängen nur noch trostlose Skelette einst wunderbarerer Kleidungsstücke aus dem Trockner herausbröseln werden...aber wir werden sehen...zum Glück kann man hier shoppen gehen ;)
Nach einem Schnell-Einkauf bei Walmart hier um die Ecke - in dem es übrigen KEIN Essen gibt, sondern nur Elektronik, wunderhübsche Anziehsachen etc - & dann Publix (einem Coles Verschnitt, für alle Australien Liebhaber ;) ) mussten wir mit unseren Neuerworbenen Mobil-Telefonen von Prepaid-Anbieter T-Mobile.com unseren Kontakt Paul Lang anklingeln, damit der Gute uns Geschirr, Besteck, Staubsauger etc. - das war das, was wir unsere Maastrichter Vorgängern abgekauft hatten - vorbeibringt. Dass er allerdings erst aus Jacksonville los fahren musste, war so nicht geplant...aber...nachdem wir eine Mikrowellen-Mahlzeit warm gemacht & dann mit den Fingern verzehrt hatten, kam er dann doch finally mitten in der Nacht ;)

Was ich beinahe vergessen hätte:
Unser Luxus-Car mussten wir am Gainesville Mini Flughafen mit immerhin einem Terminal abgeben. Die Frage stellte sich nun: Wie kommen wir zu dem Flughafen hin (i.e. Wegbeschreibung wurde benötigt) & noch viel schlimmer: Wie kommen wir wieder zurück???
Zum Glück hat sich da direkt ein netter Ami angeboten vor uns her zu fahren, damit wir auch auf jeden Fall den Weg dahin finden und auch wieder warm & sicher zurückkommen...Danke Steve(n) dafür & auch dass Du uns auch direkt danach noch mit Internet Kabeln versehen hast, damit wir unsere neu erstandenen Handys aktivieren konnten!!!

Zurück zu Paul & unserem ersten Abend in unserem neuen Apartment:
Paul blieb noch ein wenig in unserem bescheidenen Heim, da er ja nun so einen weiten Weg nur für uns gekommen war. Nach ein paar Wortwechseln wurden wir dann gefragt: "Are you good drivers by the way?"...Naja...wir haben die Frage nicht direkt wirklich verstanden (auch wenn sie nicht gerade schwer formuliert war) - Aber ganz ehrlich: Wer erwartet nach ca 15 Minuten Gespräch das Angebot, dass man am nächsten Tag Paul's Auto haben könnte???
Also wir jedenfalls nicht.
Die einzige Bedingung: Ihn um 7h morgens bei Starbucks abzusetzen & dann dort abends wieder ab zu holen.
Okay...da haben wir nicht lange gefackelt & zugesagt!

03.Jan 2010: (Sonntag!!!)

Am diesem nächsten Tag warteten wir dann brav ab 7h vorne auf Paul, der aber leider verschlafen hatte & erst 30 Minuten später auftauchte, nachdem ich ihn per Mobile aus dem Bett geschmissen hatte. Zack haben wir ihn abgesetzt bei Starbucks, mit leichter Verspätung, und uns dann noch mal ein wenig hingelegt um dann für den ersten "Shopping-Trip" in der "Gainesville Oaks Mall" vollends fit zu sein.
Dieser Shopping Trip fiel leider dann etwas enttäuschender aus, als gedacht: Die Mall ist wider Erwarten ziemlich klein, beherbergt aber immerhin ein Abercrombie & Fitch Laden, der direkt gestürmt wurde.
In besagtem Geschäft wollte Kristin dann einen Hoodie anprobieren. In den Staaten ist es allerdings genauso wie in Australien, dass man in den meisten Geschäften erst einen Angestellten fragen muss, der einem dann eine bestimmte Kabine aufschließt. Aber der Typ, den Kristin fragte, verweigerte ihr jeglichen Zutritt zu der gewünschten Kabine. Eine schimpfende & fluchende Kristin zog also mitsamt Pulli von dannen. Eine Weile später (so leicht gibt man ja schließlich nicht auf) stellte sich dann heraus, dass der arme Typ laut neuester Company Policy gar nicht dazu berechtigt war für irgendeinen Kunden die Kabine zu öffnen, der einen Hoodie anprobieren wollte. Warum?! Ganz klar: In letzter Zeit häuften sich wohl die Diebstähle dieser allseits beliebten (dennoch bei Judith unbekannten ;P ) Hoodies, da Kunden dachten: "Hey, ich lass denen meinen alten Hoodie da & nehm mir nen frischen neuen himmlisch weichen mit..." Hatte sich diese unerklärliche Unfreundlichkeit seitens der Amerikaner gegenüber den Deutschen also auch aufgeklärt...

So... Jeder hat also einen schönen weichen Kuschelhoodie zum Sales-Price erstanden & trägt ihn seither mit Stolz =)!
Dieses Shopping Event wurde von dem ersten Besuch in einem Wal-Mart Superstore (150,000-220,000 sq ft) gefolgt. Heiliger Bimbam...unglaublich...das Dingen war riesen groß! & so viele Sachen auf ein Mal habe ich glaube ich in meinem Leben noch nicht gesehen. & jede Menge Leute da...unglaublich...ich glaube alleine bis wir alles gefunden hatten, was wir brauchten, waren wir schon ca 1 Stunde in diesem Center, aber das Bezahlen war dann noch anstrengender...wenigstens hatte unsere Kassiererin ein äußerst ansprechendes Auftreten: Jegliches Geld, was sie bei Wal-Mart verdiente, wurde in ihren Körper investiert: Gold-Zähne, pro Ohr 7 Löcher mit dicken Goldohrringen (Creolen, die der Größe nach am Ohr geordnet wurden) plus eine Menge Tattoos, mit unheimlich viel Schrift, so als ob sie sich einen Einkaufszettel auf ihren Körper geschrieben hätte, damit sie auch ja nix vergisst.
Gut...Paul musste abgeholt werden (wir waren leider bereits einige halbe Stunden zu spät...).
Nachdem das erledigt war, wurden wir wieder nach Hause gebracht von ihm, er holte noch schnell die restlichen Sachen von uns (Staubsauger etc, den er noch nicht geliefert hatte) & dann war nur noch Heierbettchen angesagt.

04.Jan 2010, Montag:

Erster Uni-Tag...
Aber wisst Ihr was?! Da ich schon so unheimlich viel geschrieben habe & ich weder Eure Sehnerven noch mein Hirn zu sehr anstrengen möchte, werde ich das in dem nächsten Eintrag beschreiben... ;)

Fotos kommen!!! (müssen erst noch welche machen...da die Kameras irgendwie immer nicht den Weg aus unseren Taschen finden...)

Alles Liebe nach Deutschland & passt mir auf dass Blizzard Daisy nicht zu fies zu Euch ist!!!

Take care =)

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